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Herstellung von Silikonformen für Kanonenguss
Geschrieben von Jerzy Bin   
Wednesday, 11. April 2007

Der Fortschritt des Modellbaus der Galeone Wodnik hat einen Punkt erreicht, bei dem die Kanone montiert werden sollen. Diese müssen zunächst gegossen werden! Das endgültige Gussmaterial wurde noch nicht festgelegt. Zur Auswahl standen entweder Polyesterharz oder eine Zinnlegierung.

Unter Berücksichtigung dieser Materialien wähle ich das Produkt SYMSIL T- ein eher härteres Silikonprodukt, das bis zu 300° C standhält.

 

Aus alten  Legobausteinen habe ich ein kleines Becken in der Größe 10x15 cm gebaut, in welches ich im Anschluss die Originalkanone aus Bronze mittels Nagel und Plastilin fixiere habe.

Eine andere Möglichkeit wäre es, den kompletten Boden des Beckens mit Plastilin auszulegen und die Kanone bis zur Hälfte reinzudrücken.

 

Weiters zur Vorbereitung gieße ich 100 Gramm flüssiges Silikon in einen Becher. Notiere die exakte Menge des eingefüllten Stoffes, um in weiterer Folge eine genaue Bemessung der Silikonmenge zu ermöglichen (5% sind erforderlich - in meinem Fall macht das 5 Gramm aus).

Nach der Beimengung des Katalysators müssen beide Komponenten langsam und gleichmäßig vermischt werden.

 

Das Hinzufügen des Katalysators zum Silikon ruft eine chemische Reaktion hervor, bei welcher sich möglicherweise Luftbläschen bilden- unerwünschter Faktor während des gesamten Gussvorganges. Um dies zu reduzieren bzw. soviel Luft wie möglich zu entfernen, ist es ratsam die Mischung für einige Minuten in einem Vakuumbehälter zu platzieren.

 

Einen solchen Vakuumbehälter baue ich aus einem Glasgefäß. Am Deckel löte ich ein Ausgangsrohr an und verbinde dieses mit einem Gummirohr. Überprüfen sie diese auf ihre Dichtheit. Auf der anderen Seite der Röhre befinden sich 3 Öffnungen, wobei bei 2en davon Fahrradventile so montiert wurden, dass die Luft in jeweils nur eine Richtung fließen kann (siehe Bildvergrößerung).

Die dritte Öffnung ist mit einer Spritze versehen. Mit dieser lässt sich die abgesaugte und damit überschüssige Luft rauspressen. Diese Idee entdeckte ich vor einiger Zeit in einem Modellbauforum.

  

Dieser Vorgang des Luftentzuges dauert etwa 5 Minuten. In dieser Zeit steigt das Massenvolumen um ca. 1/3, kehrt aber dann in seinen ursprünglichen Zustand zurück.

schließlich wird der Inhalt bis zur Hälfte in die Gussform geleert.

 

Nun muss man 4 Entlüftungskanäle ziehen sowie ein größeres Eingussloch. In die Ecken stecke ich 4 Holzdübel, die es später erleichtern sollen die Gussformteile exakt aufeinander zu stecken.

 

Im Anschluss sprühe ich Silikonöl auf die Oberflächen, die eine leichte Trennung beider Formhälften gewährleisten soll.

Der nächste Schritt ist eine Wiederholung des oben beschriebenen Vorganges, also Herstellung einer dazupassenden Formhälfte, jedoch am besten erst am nächsten Tag, damit die erste Hälfte in aller Ruhe trocknen und sich festigen kann.

  
Nach 2 Tagen Gussformvorbereitung ist meine Form zwar fertig und sehr gelungen – keine Spuren von Luftbläschen - ich kann sie ohne Probleme trennen und die Originalkanone herausnehmen, sie soll aber vor dem eigentlichen Gussvorgang noch ca. 3-4 Tage härten!

 

Fortsetzung folgt...

 

 

RTV SYMSIL B - Weich Silikonkautschuk
RTV SYMSIL B - Weich Silikonkautschuk
RTV SYMSIL M - Elastisch Silikonkautschuk
RTV SYMSIL M - Elastisch Silikonkautschuk
RTV SYMSIL T - Hitzbeständig Silikonkautschuk
RTV SYMSIL T - Hitzbeständig Silikonkautschuk

  

Small movie from actual casting!

 

 

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 23. December 2007 )
 
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